EIN KLEINES BAUERNHAUS
 
 
 
Kernsanierung des Hauses
 
 
Ein kleines Bauernhaus in traumhafter Idylle
 
Das Mauerwerk aus rötlichen Klinkersteinen des 19. und 20. Jahrhunderts wurde mit viel Fingerspitzengefühl und ausschließlich natürlichen Materialien erneuert.
Zunächst wurde der alte Putz der Außenwände heruntergestemmt und fehlende Steine des Mauerwerks ergänzt. Dabei wurde besonders darauf geachtet, dass keine neuen Steine verwendet wurden, sondern solche, die eine genauso lange Geschichte erzählen, wie die vorhandenen.
Mit atmungsaktivem Kalkmörtel wurde Stein für Stein miteinander verbunden. Auf das Mauerwerk wurde im Weiteren eine Schicht Lehmausgleichputz aufgetragen und danach Holzfaserplatten als Dämmung befestigt, so dass kein Hohlraum zwischen dem Mauerwerk und den Holzfaserplatten entsteht. Um jedoch ein ausgeglichenes Raumklima zu erhalten, musste das zu dünne 24er Mauerwerk mit einer Kupferheizung temperiert werden. Im Folgenden wurde dieses Wandtemperiersystem mit einem Lehmausgleichputz versehen, der mit den Röhren der Kupferheizung abschloss, so dass eine Ebene entstand. Abschließend wurde Lehmoberputz mit Jutegewebe und darauf Lehmfeinputz aufgetragen.
Zusätzlich wurde das alte Mauerwerk gesäubert.
Auch das Dach des alten Bauernhauses erstrahlt in neuem Glanz. Die s-förmigen Dachziegel aus Ton sind nach historischem Vorbild auf Stroh gebettet. Das alte Mauerwerk und die Dachziegel stehen so im Einklang zueinander und verbildlichen perfektes kleines Häuschen in einer idyllischen Umgebung.
Im Inneren der Kuckuckskate erwartet einem das Gefühl des inneren Wohlbefindens. Im Wohnzimmer sind die Deckenbalken (Köllner Decke) mit üblichen Lehmputzen bearbeitet. Die Innenwände des Hauses wurden aus einer Holzkonstruktion hergestellt und, ähnlich wie die Köllner Decke, mit Lehmputzen bearbeitet.
Für den Anstrich im Inneren des Hauses wurden ausschließlich atmungsaktive Kaseinfarben verwendet, deren Farbton mit mehr oder weniger Pulver veränderbar ist. Die Inhaltsstoffe dieser Farben sind ausschließlich von natürlicher Herkunft, d. h. sie sind frei von Konservierungsstoffen hergestellt.
Die Kastenfenster im ganzen Haus haben eine innere und eine äußere Verglasung zwischen denen ein Hohlraum besteht, in dem sich Kondenswasser in einer Rinne sammeln kann. Auf Wunsch des Bauherrn haben die Fenster nur in der äußeren Verglasung Sprossen.
Die Innentüren, Eichendielen, Möbel und die Haustreppe wurden von Schreinern der Firma Ars fabrilis GmbH am Ort gefertigt. Die hochwertigen Eichendielen im Wohnbereich wurden als Schwimmboden angelegt, d. h. die Holzdielen sind in keiner Weise mit der vorh. Bodenplatte verbunden und können sich mit dem Haus bewegen.
Bei den Decken im Haus bleiben die alten Balken erhalten, die aber eine Schilfummantelung bekamen. Als Schalldämmung kamen in die Zwischenfächer der Balken Holzfaserplatten, die später mit Lehmputz fachgerecht verputzt wurden.
Der Putz wurde als Wolkenbild aufgetragen und der Anstrich erfolgte ausschließlich nur mit dem Pinsel.
Im Dachgeschoss der Kuckuckskate befinden sich drei Zimmer und das Bad des Hauses.
Die Nasszelle wurde mit wasserfesten Platten verkleidet. Ihre Decke ist aus Lehm, der mit atmungsaktivem Kalkfeinputz die entstehende Feuchtigkeit abstößt, verputzt. Im Wohnbereich des oberen Teils der Kate blieb das alte Holzgebinde in den Räumen erhalten und wurde, wie auch alle anderen Holzelemente im Haus, mit Leinöl konserviert. Die Endlackanstriche wurden mit der Standölfarbe aufgetragen.
Um das harmonische Bild des Innenbereichs abzurunden, wurden in der ganzen Kuckuckskate keine Eckschutzschiene verwendet, wodurch keine richtigen Ecken im Haus vorhanden sind.
 
 
Mit dem Dank an die Bauherren und großer Freude sowie besonderem Stolz auf die Möglichkeit dieses Haus zu sanieren
 
Ars fabrilis GmbH